Giampaolo Tabarrini kann bereits auf vier volle Generationen seines umbrischen Weinguts zurückschauen. Doch als er vor 10 Jahren den väterlichen Betrieb übernahm, war alles noch dem traditionellen ländlichen Weinbau gewidmet, nur, dass man schon damals über einige der besten Lagen für Sagrantino in Montefalco verfügte.
Mit einem aufwändigen Umbau des Kellers, einer radikalen Begrenzung des Ertrags, der konsequenten Umsetzung einer Terroir-und Lagen-Philosophie folgte dann der Aufstieg zu einem der besten Weingüter Umbriens. Die heute rund 18 Hektar unter Reben erstrecken sich über elf Parzellen. Hier regiert der Sagrantino, die vorrangige Rebsorte von Montefalco. Tabarrini hat eine große Passion für ihn entwickelt und behandelt ihn mit Respekt und Stolz. Er stellt mit Sorgfalt und Leidenschaft Weine her, die er auf ihrem Weg von der Rebe bis zur Flasche begleitet.
Die neue Kellerei, die im Mai 2003 fertiggestellt wurde, folgt innovativen Techniken, ohne die althergebrachte Tradition der Familie und ihre Geschichte zu vernachlässigen. Das Gebäude wird durch einen eindrucksvollen Backsteinturm gekennzeichnet und ist in drei diverse Zonen aufgeteilt. Die erste davon befindet sich komplett unter der Erde. Sie wird zur Gärung, dem Ausbau der Weine in Fässern und der Lagerung der Flaschen genutzt. Der zweite Teil liegt zu ebener Erde und hier findet die Abfüllung und Etikettierung statt, hier befindet sich auch der Verkostungsraum, von dem aus man einen wunderbaren Blick über die Weinberge hat. Zwischen den beiden Ebenen liegt ein Aufzugssystem, das es dem Wein ermöglicht, direkt in die Fässer zu fließen, ohne, dass auf ein Pumpsystem zurückgegriffen werden muss.
Im ersten Stock erfolgt das traditionelle Anwelken der Trauben, dass für einen klassischen Sagrantino Passito notwendig ist.
Tabarrini
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