Tribaut Schloesser
Die Geschichte beginnt zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als René Schloesser, ein junger Bauer aus Luxemburg, auf der Suche nach einem würdigeren Leben seine Heimat in Richtung Champagne verlässt. Dort lernt er Lucie Coutelas kennen, eine junge Landwirtin und Winzerin aus der Gemeinde Romery. Die beiden heirateten 1927. 1929, als Frankreich von einer schweren Wirtschaftskrise heimgesucht wurde und die "négociants champenois" keine Trauben mehr von kleinen Winzern kauften, fassten René und Lucie einen mutigen Entschluss: Sie wollten ihren eigenen Champagner vermarkten. So entstand die Maison - aus Mut, Notwendigkeit und tiefem Glauben an ihre Arbeit. Zu Beginn werden nur tausend Flaschen produziert. Jeden Morgen lädt René sie auf den Gepäckträger seines Fahrrads und bringt sie zum Bahnhof von Damery, von wo aus sie nach Paris fahren, wo Familienmitglieder, die in der Hauptstadt leben, den Verkauf übernehmen. Ein bescheidener und entschlossener Anfang, der die Seele eines Hauses prägt. 1945, nach der Befreiung, zieht der Verkauf von Champagner wieder an und die Produktion von Maison Schloesser wächst langsam. Bald erreicht sie 5.000 Flaschen, die hauptsächlich in Paris und Lyon vermarktet werden. Es sind Jahre des Wiederaufbaus und des Aufschwungs, in denen Beharrlichkeit, Familiensinn und Visionen die Zukunft des Hauses zu gestalten beginnen.
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